Maria Montessori: Filmpremiere am 7. März – Freie Schule für lebendiges Lernen ist Kinopate in Nürtingen

„Lass‘ mich, ich will das selber machen!“ – vermutlich kennen alle Eltern, alle Erzieher oder Lehrer diesen vom Kind empört gebrüllten Satz. Und vermutlich haben sie schon oft genervt die Augen verdreht und in Ungeduld den Kopf geschüttelt in dem sicheren Wissen, dass es schneller geht, wenn der oder die Erwachsene eine Aufgabe mal eben zügig selbst erledigt.

Doch es gibt eine Frau, die schon sehr früh die unbändige Kraft in diesem Kindersatz erkannte und daraus eine bahnbrechende Schulrevolution gründete. Die Rede ist von Maria Montessori, deren faszinierendes Leben nun von der französischen Regisseurin Léa Todorov verfilmt wurde.

Kinder aufmerksam begleiten

Wer war diese Frau, geboren im 19. Jahrhundert, die auch heute noch, über 150 Jahre später in aller Munde ist? Und wie wird heute ein Schulkonzept umgesetzt, das den Namen einer Ärztin trägt, die in ihrer Zeit mit allen persönlichen Konsequenzen Dinge tat, die damals schlicht als unmöglich galten?

Der Blick von Maria Montessori auf das Kind an sich war ein wohlwollender, ein liebender Blick. Ihre tiefste innere Überzeugung spiegelt sich in dem viel zitierten Satz „Hilf mir, es selbst zu tun“ wider. Ausgehend von der Haltung, dass ein jedes Kind bestimmte Talente, Begabungen und Bedürfnisse mitbringt, ist der Lehrer oder die Lehrerin nur wohlwollender Beobachter des Kindes und leitet es in der Nutzung der Lehrmittel an, die das Kind sich auswählt. Das Kind folgt seinen Interessen und Bedürfnissen und wird zu seinem eigenen Lehrer. Der Erwachsene ist in dieser Art des Lernens quasi ein Pfleger der natürlichen Freude des Kindes am Lernen und Wachsen.

Die Lust am Lernen entdecken

Heute wird genau diese Sicht auf das Lernen des Kindes in der Freien Schule für lebendiges Lernen in Altenriet umgesetzt – lebendig und undogmatisch. Natürlich lernen auch die Grundschüler in Altenriet den Stoff, den der Lehrplan des Landes vorsieht. Doch können sie sich ihr Wissen frei aneignen, in dem sie sich genau das Material aussuchen, das ihnen an besten entspricht. Die eine spielt sich durch die Mathematik in einem Zahlenspiel hindurch, während der andere mit bunten Perlen rechnen übt. Jeder begreift die Welt eben auf seine Weise. Die Pädagogen begleiten in diesem Prozess jedes Kind individuell. Und so hat jede Schülerin und jeder Schüler einen eigenen Wochenplan, mit Aufgaben, die seinem oder ihrem Lernstand entsprechen. Dieser pädagogische Ansatz schafft eine Lernumgebung, in der Kinder Freude am Lernen haben und motiviert sind, Neues zu entdecken.

Schule ohne Noten, Druck und Hausaufgaben?

Dann wird Schule zu einem Erlebnis, das nicht am Nachmittag mit dem Kampf um die Hausaufgaben endet – denn die gibt es einfach nicht. Schule wird zur Freude, in die Kinder am Morgen mit einem Lachen hineinrennen, in der jedes Kind in seiner ganz eigenen Geschwindigkeit lernen darf, ohne dass es durch Noten be- oder entwertet wird. Und genau diese achtsame Betrachtung drückt sich dann in wertschätzenden Endjahresberichten zu den Stärken und der individuellen Entwicklung des Kindes aus. An der Freien Schule für lebendiges Lernen ist die Pädagogik von Maria Montessori eine wichtige Säule des pädagogischen Konzepts und im alltäglichen Lernen lebendig.

Montessori war ihrer Zeit weit voraus – und ist heute wichtiger und moderner denn je. Wenn wir bei dem empört gebrüllten Satz „Lass‘ mich, ich will das selbst machen“ eben nicht genervt reagieren, sondern mit einem inneren und äußeren Lächeln unseren Kindern zutrauen, dass sie das schaffen, dass sie lernen und ein hilfreicher Teil der Gesellschaft sein wollen, und wenn wir eine Umgebung schaffen, die dies ermöglicht, dann haben wir einen großen Teil der Montessori-Pädagogik schon verstanden.

Neuer Film kommt in die Kinos

Der Film „Maria Montessori“ von Léa Todorov ist nicht nur eine Hommage an eine starke, unabhängige und unbeugsame Frau, die in ihrer Zeit ganze Berge versetzte. Sie ist auch eine Liebeserklärung an alle Kinder dieser Welt. Ein wertvoller Film, mit großen Emotionen und letztlich aktueller denn je.

Die Freie Schule für Lebendiges Lernen darf bei der Premiere des Films „Maria Montessori“ am 7. März 2024 Kinopate sein. Wir freuen uns sehr, Sie an diesem Abend im Traumpalast Nürtingen begrüßen zu dürfen. Erleben Sie auf der Leinwand selbst, wie die Pädagogik entstand, die heute weltweit von vielen Schulen gelehrt wird und wer die großartige Schöpferin dieser achtsamen Sicht auf unsere Kleinsten war. Wir laden Sie ebenfalls ein, die Freie Schule für lebendiges Lernen und unsere Arbeit selbst kennenzulernen und sich ein Bild zu machen, wie glückliches Lernen für unsere Kinder funktionieren kann.

Gleich den Trailer anschauen: www.maria-montessori-film.de

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