Mit Motivation und Neugier lernen

Kinder kommen mit einer natürlichen Neugier zur Welt – sie wollen entdecken, verstehen und mitgestalten. Diese intrinsische Motivation ist der Schlüssel zu nachhaltigem Lernen: Wer aus Begeisterung handelt, bleibt dran, meistert Herausforderungen und gewinnt Selbstvertrauen. Unsere Methoden wecken und erhalten diese Neugier langfristig. Bei uns lernen Kinder weil es Sinn ergibt, Spaß macht und sie immer wieder Erfolgserlebnisse haben. So bleibt die Lust am Lernen lebendig – heute und fürs ganze Leben.

Selbstbestimmtes Lernen

Eigene Schwerpunkte setzen
In der Freiarbeit arbeiten alle selbstständig an ihren Aufgaben, alle in ihrem Tempo. Die Kinder entscheiden selbst, woran sie zuerst arbeiten und können auch Themen, die sie gerade interessieren gezielt vertiefen.

Projektarbeit
Projekte mit selbstgewählten Themen fördern Durchhaltevermögen und Eigeninitiative. Neben individuellen Projekte, wie der Buchvorstellung in der Lesewoche, gibt es auch Gruppenarbeiten oder Projekte mit der ganzen Schulgemeinschaft. So bereiten sich in den Theaterwochen alle zusammen auf die große Theateraufführung vor.

Eigene Schwerpunkte setzen
In regelmäßigen Lerngesprächen sprechen die Kinder mit ihren Bezugspädagogen über ihre Lernfortschritte, Schwierigkeiten und Wünsche. Unsere Pädagogen ermutigen die Kinder, Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen. Gemeinsam überlegen sie, welche Bereiche in der nächsten Zeit vertieft werden sollten und formulieren weitere Lernziele.

Sinnstiftende Lernumgebung

Echte Herausforderungen
Die Kinder arbeiten in der Schule an relevanten Aufgaben: wenn sie Gemüse im Garten pflanzen oder ein Theaterstück proben, schafft das Motivation durch Sinn und Erfolgserlebnisse.

Handlungsorientierung
Lebendiges Lernen findet bei uns mit allen Sinnen statt. Wenn Kinder selbst Experimente durchführen dürfen, ihre eigene Vase aus Ton formen oder an Waldtagen die Natur entdecken, erleben sie Lernen als lebendigen Prozess. Das Anfassen, Ausprobieren und Begreifen weckt echte Begeisterung – und diese Erfahrungen prägen sich tiefer ein als jedes Lehrbuch.

Sichtbare Erfolge
Ergebnisse von Projektarbeiten werden ausgestellt, präsentiert oder dokumentiert. Wer möchte, kann durch Lernurkunden zeigen, wo er oder sie gerade steht – das stärkt das Gefühl von Kompetenz.

Jedes Kind wird gesehen

Lern-Materialien
Jedes Kind erhält passende Lernangebote – ob für schnelle Denker*innen oder solche, die mehr Zeit brauchen. Mit den Montessori-Lernmaterialien können die Kinder viele Inhalte buchstäblich be-greifen und entdecken Zusammenhänge aus eigenem Antrieb.

Feedback-Kultur
Statt Noten gibt es wertschätzende Rückmeldungen

Lernbegleitgespräche
Regelmäßige Reflexion („Was hast du gelernt? Was möchtest du als Nächstes angehen?“) fördert Selbstwirksamkeit. In Lerngespächen nicht nur über Lernfortschritte gesprochen, sondern es gibt auch Raum für persönliche Themen und Wünsche.

Gemeinschaft & soziale Motivation

Lernen voneinander
Ältere Kinder unterstützen Jüngere. Jedes Einschulungskind bekommt Paten, die ihm bei Fragen zur Seite stehen. Wenn ein Kind, dem anderen die schriftliche Division erklärt, lernen beide dabei eine Menge – und das schafft Verantwortung und Stolz.

Kooperative Aufgaben
In der Freiarbeit können Kinder alleine, zu zweit oder in der Gruppe lernen. Mit Montessori-Lernmaterialien oder Lernspielen werden gemeinsam Aufgaben gelöst. Das stärkt den Zusammenhalt und die intrinsische Motivation.

Konfliktlösung als Lernchance
Kinder üben, bei Konflikten eigene Lösungen zu finden. Alle Kinder im vierten Lernjahrgang werden zu Streitschlichtern ausgebildet und lernen mehr über Gefühle, Streit und Mediation. Sie lösen viele Konflikte auf dem Schulhof eigenständig und haben nicht nur eine wichtige Funktion in der Schule, sondern profitieren auch selbst von ihren Erfahrungen im Umgang mit Konflikten. Sie fühlen sich durch ihre Aufgabe gestärkt und sind stolz darauf, anderen helfen zu können – das stärkt Selbstvertrauen und Engagement.

Struktur & Freiheit

Freiheit
In der Freiarbeit können die Kinder selbst entscheiden wann sie was lernen und was sie weiter vertiefen möchten. Bei Kreativ-Ateliers haben sie die Möglichkeit zwischen verschiedenen Angeboten zu wählen – ob basteln, kochen oder werken, hier darf jeder das wählen, was ihn interessiert.

Rituale & Sicherheit
Klare Abläufe, wie der tägliche Morgen- und Abschlusskreis oder wiederkehrende Tagesrhythmen geben Halt und Orientierung. Die ausgewogene Mischung aus Freiheit und klaren Stukruren bietet den Kindern Sicherheit, um selbstbewusst zu handeln – und gleichzeitig Raum, um ihre Neugier und Kreativität zu entfalten.

Bewegungspausen
Regelmäßige Aktivitätswechsel sorgen für neue Energie, bessere Konzentration und eine natürliche Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Ob kurz Aufstehen oder Toben in der 30-Minütigen Bewegungspause – diese Pausen sind keine Unterbrechung des Lernens, sondern ein wichtiger Teil davon. Denn ein Körper, der sich bewegen darf, fördert einen Geist, der aufnahmebereit und neugierig bleibt.

So bleiben Kinder langfristig neugierig, weil sie Sinn, Freiheit und Gemeinschaft erleben – statt Druck oder Langeweile.