• 1. Grundlagen

    Die Erkenntnisse einer Reihe von Pädagogen, Wissenschaftlern und Denkern (Montessori, Freinet, Juul u.a.), die in ausführlicher Weise über Lernen und Entwicklung geforscht haben, dienten uns als Anregung zur Entwicklung unseres Konzeptes. Die reformpädagogischen und kindzentrierten Ansätze, die bereits in der Praxis erprobt sind, werden mit neuen didaktischen und pädagogischen Elementen verknüpft. Neuere Erkenntnisse aus der Neurobiologie unterstützen die psychologischen und pädagogischen Theorien dieser alternativen Pädagogik. Jahrzehntelange Erfahrungen in der Praxis von Freien Schulen, Kindergärten, Kinderheimen und in Familien bestätigen ihre Grundlagen und ihren Wert. All diesen Ansätzen liegt die Auffassung zugrunde, dass sich Kinder grundsätzlich aus dem Inneren (weiter-) entwickeln und somit die optimale freie Entfaltung des individuellen Potenzials nur…

  • 2. Ziele

    Oberstes Ziel der Schule ist es, die natürliche Lern- und Lebensfreude der Kinder zu schützen, Geborgenheit zu gewähren und das Urvertrauen des Kindes zu erhalten. Wir wollen den Kindern mit Liebe und Respekt entgegentreten und jedem einzelnen Kind Gelegenheit geben, seine Anlagen zu entdecken und sich zu verwirklichen. Unseres Erachtens kann so die Integrität des Kindes gewahrt bleiben, da der Kern seines Wesens nicht angetastet wird. Mit der „besonderen“ Pädagogik wird das Ziel verfolgt, den Entwicklungsprozess jedes einzelnen Kindes in der Gestaltung seines Weltbildes und der Entfaltung seiner intellektuellen, praktischen und musisch-kreativen Begabungen zu begleiten und zu unterstützen. Die Kinder sollen aufgrund der Förderung ihrer Qualitäten in ihrer Persönlichkeit gestärkt…

  • 3.1 Freies Lernen

    „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“Afrikanisches Sprichwort Ein wesentliches innovatives Element ist die grundsätzliche Freiheit des Kindes zu lernen, was es im Moment lernen möchte. Dies führt dazu, das Wissen nicht zu vermitteln und zu lehren, sondern den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich Lernstoff „in eigener Regie“ zu erarbeiten. Damit wählen sie aus, welche Inhalte sie zu welcher Zeit aufgreifen und wie viel Zeit sie für die jeweiligen Themen verwenden. Die Schule fördert Experimentierfreudigkeit, die Freude am Lernen, die Motivation durch selbst erarbeitete Erfolgserlebnisse und einen (Selbst-)Vertrauenszuwachs durch Übernahme von Verantwortung im eigenen Lernprozess. Durch die individuelle Begleitung wird Raum geschaffen, in dem sich das Entwicklungspotenzial…

  • 3.2 Ganzheitliches Lernen

    „Erzähl es mir und ich vergessezeige es mir und ich erinnerelass es mich tun und ich verstehe“Konfuzius Wir wollen dazu beitragen, eine Sichtweise zu etablieren, die Lernen ganzheitlich begreift und den Menschen als Ganzes wahrnimmt. Für eine harmonische Gesamtentwicklung schaffen wir Raum, in dem die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben können. Wir bevorzugen Lernmethoden, die körperliche Bewegung und Handlungen einschließen. Die Arbeitsmaterialien sind so gewählt, dass sie möglichst viele Sinne ansprechen, um das Erleben beim Lernen zu intensivieren. Sie sind so vorbereitet, dass die Kinder die Ergebnisse ihrer Arbeit eigenständig überprüfen können, und folgen schwerpunktmäßig dem Vorbild Maria Montessoris. Neben den üblichen Fachgebieten legen wir besonderen Wert auf die Bereiche Naturpädagogik…

  • 3.3 Soziales Lernen

    Die „Freie Schule für lebendiges Lernen“ sieht ihren Schwerpunkt nicht nur in der reinen Wissensvermittlung, sondern vor allem auch in der Ausbildung und Förderung von sozialer und emotionaler Kompetenz. Sie ist sehr darauf bedacht, eine Atmosphäre zu schaffen, die geprägt ist von Vertrauen, Offenheit und Freundlichkeit, denn nur so kann Lernen optimal stattfinden. Die Schule versteht sich damit als eine Lebensgemeinschaft für Kinder, Lehrer und Eltern. Sie ist ein Lern- und Bildungsort, an dem drei Grundsätze gelten:   Voneinander Miteinander arbeiten Füreinander leben Der Leitsatz „Füreinander leben“ bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – für sich und die Anderen. Er bedeutet, menschliche Gefühle zu kennen und zu verstehen – die eigenen und…

  • 3.4 Individuelles Lernen

    „Hilf mir, es selbst zu tun“Maria Montessori Um der individuellen inneren Ordnung, dem persönlichen Rhythmus jedes Kindes Rechnung zu tragen, brauchen wir möglichst offene Strukturen. Das eigene Lerntempo bestimmt die individuelle Zeiteinteilung. Nicht nur längerfristige Entwicklungen sind davon bestimmt, auch der tägliche Ablauf ordnet sich dem unter – Kinder werden bei einmal begonnen Aktivitäten nicht gestört, sie müssen nicht unterbrechen, weil es zur Pause klingelt. Jedes Kind wird individuell nach seinem Entwicklungsstand und seinen Möglichkeiten gefördert. Die Schüler können in den verschiedenen Kernfächern durch die offene Art des Lernens gemäß ihrer individuellen Motivation und Wissensneugier begleitet werden. Das Lernen findet nicht nur mit gleichaltrigen, sondern bewusst mit älteren und jüngeren…

  • 4. Qualitätsverbesserung

    Die „Freie Schule für lebendiges Lernen“ versteht sich als ein „lernendes System“. Auf der Grundlage unseres Konzeptes finden regelmäßige Reflexionsgespräche zu schulischen Abläufen in unterschiedlichen Gremien statt. Im Leitungsteam und pädagogischem Team tauschen wir uns über Beobachtungen und Erfahrungen aus und arbeiten gemeinsam daran, die Qualität der schulischen Arbeit zu verbessern. Außerdem befinden wir uns in regem Austausch mit anderen reformpädagogischen Schulen.

  • 5. Organisation

    Die „Freie Schule für lebendiges Lernen“ ist eine staatlich anerkannte Grundschule. Träger ist der Verein „Schulwerkstatt e.V.“, der 2002 durch eine Elterninitiative ins Leben gerufen wurde und im September 2003 die Schultore öffnete. Ausführendes Organ des Vereins ist der Vorstand. Daneben gibt es weitere Gremien, das „Leitungsteam“ (Vorstand, Pädagogen und Elternvertretung), den „Beirat“ (Vorstand, Pädagogen, Elternvertretung und Arbeitsgruppenleitungen) und die Arbeitsgruppen, die jeweils themenbezogen Verantwortungsbereiche übernehmen, um die Vorstände bzw. die Pädagogen zu entlasten. So werden die Eltern – je nach ihren Möglichkeiten, Professionen und Neigungen – in die Organisation des Vereins eingebunden und wirken am Fortbestehen der Schule mit. Die Pädagogen werden vom Vorstand eingestellt und stehen in der…

  • Unsere Ideale

    Eines unserer Hauptziele ist es die natürliche Lern- und Lebensfreude des Kindes zu erhalten und zu schützen, durch eine Atmosphäre, in der es sich angenommen und geborgen fühlt. Unsere Schule soll ein natürlicher Lebensraum sein – ein Lernort mit unterschiedlichen Formen des Zusammenlebens und -arbeitens. Wir wollen jedem Kind Zeit und Raum für die eigene Entwicklung geben durch Lernen ohne Druck in einer grundsätzlich entspannten Umgebung, die zur Selbsttätigkeit anregt – einer Umgebung, in der man alleine oder mit anderen arbeiten kann, in der man sich anstrengt, in der man aber auch seinen eigenen Bedürfnissen nachgehen darf, wenn die Pflichtaufgaben erledigt sind. Ein weiteres Ziel mit nachhaltiger Wirkung ist die…