Tagebuch

Theateraufführung: Der Rattenfänger von Hameln

Am Freitag, den 12. April 2019 verwandelte sich die Schulwerkstatt in Altenriet für zwei Vorstellungen in ein Theater. Gegeben wurde „Der Rattenfänger von Hameln“, ein Stück nach einer der berühmtesten Sagen der Welt.

Beide Vorführungen begeisterten das Publikum vor ausverkauftem Haus. Am Vormittag spielte man vor GrundschülerInnen und Kindergartenkindern aus Altenriet, während bei der Nachmittagsvorstellung Eltern und FreundInnen der freien Schule von der professionellen Darbietung beeindruckt wurden.

Der stellvertretende pädagogische Leiter Dieter Deichmann stimmte die ZuschauerInnen zur Einleitung kurz auf das Stück ein und machte sie mit dem Ausblick neugierig, dass die Geschichte in zwei, drei Szenen abgeändert und mit einem zeitgemäßeren Ende als in der Sage versehen wurde.

Und so ließen sich die BesucherInnen in die mittelalterliche Stadt Hameln und deren Probleme mit der Rattenplage entführen. Anhand der bekannten Geschichte wurde dabei das Missverhältnis in der Erwachsenenwelt, zwischen dem Wissen was richtig wäre, und dem vermeintlich alternativlosen Handeln nach Sachzwängen, mit aktuellen Bezügen - Stichwort „Fridays for Future“, thematisiert.

Dramaturgisch wurden dabei alle Register gezogen, es wurde gerappt und es gab tolle technische Einfälle wie beispielsweise ein Fluss, der auf der Bühne hochgezogen wurde und in dem dann die Ratten versanken.

Am Ende des Stückes waren es die Kinder aus Hameln, vom Rattenfänger in einem paradiesischen Garten untergebracht, die das Heft in die Hand nahmen. Sie machten sich auf, ihre Eltern dazu zu bringen, ihr Versprechen zu halten und ihre Schuld beim Rattenfänger zu begleichen. Daraufhin feierte die ganze Stadt ein großes Fest und zu guter Letzt ließ sich sogar noch eine Ratte blicken, mit der die Kinder spielten.

Die komplette Schule um Regisseur Andreas Beier (Theaterpädagoge und ehemaliger Schülervater) zeigte mit dieser tollen Inszenierung den großen Einsatz und die Menge an Arbeit, die in nur zwei Wochen geschafft wurde. Die ZuschauerInnen konnten nur staunen über das differenzierte Spiel der SchauspielerInnen, die schönen mittelalterlichen Kostüme, die wunderbaren Masken der Ratten, die Bühnentechnik und das Bühnenbild und alles was sonst dazugehörte.

Am Schluss durften sich dann alle Mitwirkenden unter großem Applaus auf der Bühne feiern lassen. Auf die nächste Produktion der Schulwerkstatt im kommenden Jahr darf man gespannt sein - „versprochen ist versprochen“.

 

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